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Der am 4.1.1785 geborene Jacob und der am 24.2.1786 geborene Wilhelm wuchsen in einer hessischen Beamten- und Pastorenfamilie auf. Sie hatten noch drei Brüder und eine Schwester.
Frühkindlich geprägt von der in Steinau ländlichen Gegend und den im Familienkreise vorhandenen Werten bilden sich die Charaktere der beiden Grimm-Brüder heraus. Durch den frühen Tod des Vaters im Jahre 1796 an einer Lungenentzündung mußte der damals noch elfjährige Jacob bereits tragende Aufgaben der Familie übernehmen.
Der Krieg war gegenwärtig. Französische Truppen zogen sich an den Rhein zurück. Henriette Zimmer, die Schwester der Mutter, kümmerte sich verstärkt um die kinderreiche Großfamilie. Beim Eignungstest für die Schule schnitten beide nicht gut ab. Wilhelm mußte sogar Nachhilfestunden nehmen. Durch eigenen Ehrgeiz wurden die Grimm Brüder aber mit der Zeit die Besten ihrer Klassen. Dazu trug auch ihre Freizeit bei. Sie beschäftigten sich viel mit Büchern und malten in der Natur Pflanzen und Tiere ab.
Um 1802 begannen die Brüder ein Jurastudium an der Marburger Universität. In der Studienzeit wird Jacob und Wilhelm in die Künstler- und Wissenschaftlergruppe "Heidelberger Romantiker" aufgenommen.
