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Politisches Wirken in Frankfurt Ab 1844 verstärkt sich die Bedeutung der Politik im Gesellschaftsleben. So nimmt auch Jacob Grimm 1848 als Abgeordneter an der Frankfurter Nationalversammlung teil.

Ab 1844 verstärkt sich die Bedeutung der Politik im Gesellschaftsleben. So nimmt auch Jacob Grimm 1848 als Abgeordneter an der Frankfurter Nationalversammlung teil. Er setzt sich dafür ein, den Beschluß der deutschen Verfassung zu beschleunigen. Grundrechteanträge werden von Jacob Grimm eingebracht.

Darunter fallen Freiheit des Individuums, Schutzrecht für ausländische Unfreie (Sklaven) und Ächtung des Sklavenhandels. Ebenso die Abschaffung aller rechtlichen Unterschiede zwischen den Ständen und Abschaffung der Orden im Zivilleben. Was Jacob antrieb, war die Sehnsucht nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlicheit in einem geeinten deutschen Reich. Seine Anträge wurden aber abgelehnt.

1848 veröffentlicht Jacob die "Geschichte der deutschen Sprache" und verläßt im gleichen Jahr den Universitätsbetrieb. Auch Wilhelm beendet im Jahre 1852 seine Lehrtätigkeit, um sich ganz der wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen.

1854 erscheint der 1. Band des "Deutschen Wörterbuches". In den weiteren Jahren erscheinen noch weitere drei Bände.

Am 16. Dezember 1859 stirbt Wilhelm Grimm an den Folgen eines Infektion im Alter von 73 Jahren. Ihm folgend stirbt Jacob Grimm am 20. September 1863 nach zwei Schlaganfällen in Berlin. Beide Brüder sind am St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg beerdigt worden.

Was bleibt sind Märchen, die heute als Weltkulturgut gehandelt werden. Niedergeschrieben von zwei Menschen, wo einer zeitlebends eine angeschlagene Gesundheit hatte und der andere mehrmals im Leben wegen seiner Überzeugung verstoßen wurde.

ENDE